Das Verlangen nach “Mehr” beherrscht den Menschen. Viele Erklärungen gibt es dazu, eine schlüssige dazu sei hier vorgestellt: zu einem gewissen Zeitpunkt kommt man mit einer Substanz in Berührung, sei es Alkohol, synthetisches oder anderes.
Tags darauf hat man zwar den Katzenjammer, jedoch: dieses losgelöst sein von der Wirklichkeit, mit der man im tiefsten Inneren nicht d’accord ist, will man wieder haben. Das Ganze läuft in der Regel unbewußt ab, süchtig ist man zu dieser Zeit noch nicht. Bei einem dauert es Jahre, bei anderen nur Wochen, das ist individuell verschieden.
Von nun an wird versucht diese Losgelöstheit “von allem” wieder und wieder angestrebt. Die Gewöhnung des Körpers setzt ein, die psychische Abhängigkeit ist schon davor vorhanden. Ist der “point of no return” erst Mal überschritten, stellt der/die Betreffende entsetzt fest: von nun an ist Zahltag. Losgelöstheit stellt sich nicht mehr ein - ganz im Gegenteil. Um das Ziel zu erreichen wird die Dosis gesteigert. Das schafft nur fragmentarisch Abhilfe, denn nach einer gewissen Zeit muss die Dosis wieder gesteigert werden - ein nie enden wollender Kreis, den zu durchbrechen mehr als nur schwer ist.