Kokain - Droge der Reichen und Schönen

Kokain, umgangssprachlich auch Koks genannt, kam seit den 20-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den begüterten Kreisen immer mehr als Arznei- und Genußmittel in Mode.

Die Blätter des primär in Südamerika angebauten Cocastrauches, der als Hauptwirkstoff Kokain enthält, werden von den Andenbewohnern als Alltagsdroge kauend konsumiert. Des Profits wegen sind diese Länder bis heute oft noch vom Coca-Anbau abhängig. Die längst mögliche synthetische Herstellung hat daran nichts geändert. In Deutschland ist Kokain eine illegale Droge und daher verboten. Um so erschreckender die Bilanz von trotzdem ca. 50.000 hiesigen Kokainproduzenten. Ein Grund ist der für unsere Gesellschaft typische Leistungsdruck. Ist doch die erste Wirkung von Kokain, das meist geschnupft und selten gespritzt wird, anregend, aufputschend, leistungssteigernd. Zeitweilig wurde Kokain auch als Wundermittel gegen Kopfschmerzen und Müdigkeit gepriesen und in der Damenwelt zum Gewichtsabbau als Folge des gängigen Schlankheitswahns konsumiert.

Je nach Häufigkeit und Dauer steigt auch bei Kokain die Drogensucht, allerdings mehr im psychischen Bereich. Bei hoher Dosierung treten u.a. Aggressionen gepaart mit Verfolgungswahn, Größenwahnsinn und/ oder Depressionen auf. Für Risikopersonen kann es aber bei einem Mischkonsum mit z.B. Ecstacy auch durchaus zu Herzversagen und Atemstillstand kommen.
Also gilt auch hier trotz kurzzeitiger gesteigerter Leistungsfähigkeit: Hände weg vom Drogenkonsum!


Leave a Comment

Please note: Comment moderation is enabled and may delay your comment. There is no need to resubmit your comment.