Sportbulimie: Echte Krankheit oder verhängnisvoller Trend?

Entstehen immer mehr Essstörungen oder werden immer mehr entdeckt? Die Sportbulimie ist eine relativ junge Form, welche bisher nur bei Leistungssportlern nach dem Abschied vom Sport auftrat. Jetzt tritt sie auch bei anderen Menschen auf.

Die Betroffenen versuchen, zwanghafte Essanfälle durch Sport auszugleichen. Dabei gehen sie bis an die Grenzen, erlegen sich strenge Sportpläne auf und verheimlichen ihre Sporteinheiten vor anderen. Wer Sportbulimie hat, dem ist durchaus bewusst, dass mit ihm etwas nicht stimmt.

Verhängnis Essstörungen: Sportbulimie betrifft Gesundheit und soziales Leben

Wenn die Betroffenen mehr und mehr Sport machen, nimmt das Umfeld dies meist positiv auf. Wer sich ein Fahrrad kaufen und dann jeden Tag den Weg zur Arbeit fahren will, wird gelobt, wer sich endlich das Abo für das Fitnessstudio leistet auch. Was dann passiert: Die Betroffenen verzichten immer mehr auf soziale Kontakte. Bei Nichteinhalten ihres Sportplans wirken sie unausgeglichen und gereizt.

Täglich mehrere Stunden Sport treiben und viel essen. Der als übermäßig empfundene Hunger muss mit Sport aus dem Körper geschleudert werden. Übergeben sich die Betroffenen, verlieren sie dabei sehr viel Kalium. Dies kann sogar zum Herzstillstand führen.

Wie kann das entstehen? Sport wird gern zur Gewichtsregulation eingesetzt. Ebenso kann es sein, dass sich zwei separate Krankheitsbilder, Sportsucht und Bulimie, kombinieren.

Gerade bei Sportarten, bei denen das Gewicht oder Schönheitsideale eine Rolle spielen, liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Sportbulimie höher, also zum Beispiel bei Ballett oder Bodenturnen.

Betroffen sind vor allem Frauen, bei Männern ist die Tendenz steigend.


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