Jun 2

Er ist verfügbar, schmeckt gut, hat lange Tradition, soziale Funktion, und seine Geschichte ist mit prominenten Namen (von Jack London bis zu Harald Juhnke) verknüpft: Alkohol. Insbesondere seine Wirkung jedoch ist es, die die zunächst positive Bedeutung des “Genußmittels” leider nur allzu oft in eine fatale Sucht kippen läßt.

Der Beginn ist zumeist harmlos: Frühschoppen, Feierabendbierchen, Verdauungsschnäpschen, Schlummertrunk - die Liste der allgemein gebräuchlichen Verniedlichungen ließe sich beliebig verlängern. Doch bleibt es eben in vielen Fällen nicht dabei, der Alkohol in seinen zahlreichen Spielarten wird zum ständigen (und bald schon unverzichtbaren) Begleiter. Mit der Morgenzeitung am Kiosk gibt es den ersten “Kurzen”, die getönte Limonadenflasche im Büroschreibtisch enthält etwas ganz anderes, zum Mittagessen sind mehrere Gläser Wein “normal” und nach Feierabend kommen dann die größeren Mengen.

Vor Familie, Freunden und Kollegen wird versucht, die Sucht zu verheimlichen oder - wenn entdeckt - zunächst kleinzureden und zu verharmlosen. Dabei ist das ehrliche Suchteingeständnis vor sich selbst und der eigenen Umgebung der erste Schritt zur dann notwendigen und rettenden Therapie.


Jun 2

Das Verlangen nach “Mehr” beherrscht den Menschen. Viele Erklärungen gibt es dazu, eine schlüssige dazu sei hier vorgestellt: zu einem gewissen Zeitpunkt kommt man mit einer Substanz in Berührung, sei es Alkohol, synthetisches oder anderes.

Tags darauf hat man zwar den Katzenjammer, jedoch: dieses losgelöst sein von der Wirklichkeit, mit der man im tiefsten Inneren nicht d’accord ist, will man wieder haben. Das Ganze läuft in der Regel unbewußt ab, süchtig ist man zu dieser Zeit noch nicht. Bei einem dauert es Jahre, bei anderen nur Wochen, das ist individuell verschieden.

Von nun an wird versucht diese Losgelöstheit “von allem” wieder und wieder angestrebt. Die Gewöhnung des Körpers setzt ein, die psychische Abhängigkeit ist schon davor vorhanden. Ist der “point of no return” erst Mal überschritten, stellt der/die Betreffende entsetzt fest: von nun an ist Zahltag. Losgelöstheit stellt sich nicht mehr ein - ganz im Gegenteil. Um das Ziel zu erreichen wird die Dosis gesteigert. Das schafft nur fragmentarisch Abhilfe, denn nach einer gewissen Zeit muss die Dosis wieder gesteigert werden - ein nie enden wollender Kreis, den zu durchbrechen mehr als nur schwer ist.


Jun 1

Wir werden euch informieren über Sucht, Prävention, Medikamente und mal dies und das über Sucht und die Umgangsweise in vereinzelten Städten. In Berlin beispielsweise wird viel für Süchtige getan.

Ansonsten posten wir auch die wichtigsten Medikamente, mit Wirkungsweise, Nebenwirkungen etc.

:)


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