Jun 5

Der Begriff “Craving” kommt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet frei übersetzt soviel wie “Begierde” oder “Verlangen”. Er wird im Bereich der Suchtforschung gebraucht. Mit “Craving” meint man das Bedürfnis bzw. das Verlangen des Suchtkranken, an sein Suchtmittel zu gelangen.

Man unterscheidet im “Craving” zwischen stofflicher und nichtstofflicher Sucht. Mit stofflicher Drogensucht ist gemeint die Sucht nach chemischen Substanzen, also z. B. die Drogen- oder Tablettenabhängigkeit. Von nichtstofflicher Sucht spricht man, wenn man z. B. spielsüchtig ist. Man spricht dann auch von “constant craving”, also von kontinuier-
lichem Verlangen.

Man kann in der Suchtforschung schnell einem Irrtum erliegen. Nach allgemein gängiger Meinung gilt man als geheilt, wenn man die Sucht hinter sich gelassen hat. Doch dies ist nicht ganz korrekt - denn was die Wenigsten wissen, ist, dass das Read the rest of this entry »


Jun 2

Er ist verfügbar, schmeckt gut, hat lange Tradition, soziale Funktion, und seine Geschichte ist mit prominenten Namen (von Jack London bis zu Harald Juhnke) verknüpft: Alkohol. Insbesondere seine Wirkung jedoch ist es, die die zunächst positive Bedeutung des “Genußmittels” leider nur allzu oft in eine fatale Sucht kippen läßt.

Der Beginn ist zumeist harmlos: Frühschoppen, Feierabendbierchen, Verdauungsschnäpschen, Schlummertrunk - die Liste der allgemein gebräuchlichen Verniedlichungen ließe sich beliebig verlängern. Doch bleibt es eben in vielen Fällen nicht dabei, der Alkohol in seinen zahlreichen Spielarten wird zum ständigen (und bald schon unverzichtbaren) Begleiter. Mit der Morgenzeitung am Kiosk gibt es den ersten “Kurzen”, die getönte Limonadenflasche im Büroschreibtisch enthält etwas ganz anderes, zum Mittagessen sind mehrere Gläser Wein “normal” und nach Feierabend kommen dann die größeren Mengen.

Vor Familie, Freunden und Kollegen wird versucht, die Sucht zu verheimlichen oder - wenn entdeckt - zunächst kleinzureden und zu verharmlosen. Dabei ist das ehrliche Suchteingeständnis vor sich selbst und der eigenen Umgebung der erste Schritt zur dann notwendigen und rettenden Therapie.