Jun 5

Kokain, umgangssprachlich auch Koks genannt, kam seit den 20-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den begüterten Kreisen immer mehr als Arznei- und Genußmittel in Mode.

Die Blätter des primär in Südamerika angebauten Cocastrauches, der als Hauptwirkstoff Kokain enthält, werden von den Andenbewohnern als Alltagsdroge kauend konsumiert. Des Profits wegen sind diese Länder bis heute oft noch vom Coca-Anbau abhängig. Die längst mögliche synthetische Herstellung hat daran nichts geändert. In Deutschland ist Kokain eine illegale Droge und daher verboten. Um so erschreckender die Bilanz von trotzdem ca. 50.000 hiesigen Kokainproduzenten. Ein Grund ist der für unsere Gesellschaft typische Leistungsdruck. Ist doch die erste Wirkung von Kokain, das Read the rest of this entry »


Jun 2

Das Verlangen nach “Mehr” beherrscht den Menschen. Viele Erklärungen gibt es dazu, eine schlüssige dazu sei hier vorgestellt: zu einem gewissen Zeitpunkt kommt man mit einer Substanz in Berührung, sei es Alkohol, synthetisches oder anderes.

Tags darauf hat man zwar den Katzenjammer, jedoch: dieses losgelöst sein von der Wirklichkeit, mit der man im tiefsten Inneren nicht d’accord ist, will man wieder haben. Das Ganze läuft in der Regel unbewußt ab, süchtig ist man zu dieser Zeit noch nicht. Bei einem dauert es Jahre, bei anderen nur Wochen, das ist individuell verschieden.

Von nun an wird versucht diese Losgelöstheit “von allem” wieder und wieder angestrebt. Die Gewöhnung des Körpers setzt ein, die psychische Abhängigkeit ist schon davor vorhanden. Ist der “point of no return” erst Mal überschritten, stellt der/die Betreffende entsetzt fest: von nun an ist Zahltag. Losgelöstheit stellt sich nicht mehr ein - ganz im Gegenteil. Um das Ziel zu erreichen wird die Dosis gesteigert. Das schafft nur fragmentarisch Abhilfe, denn nach einer gewissen Zeit muss die Dosis wieder gesteigert werden - ein nie enden wollender Kreis, den zu durchbrechen mehr als nur schwer ist.